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Es wäre in der Tat auch sehr wichtig, wenn unsere Ärzte immer fachlich kompetente und menschlich einfühlsame Hilfe in sexuellen Fragen geben könnten. Leider sind sie damit jedoch häufig überfordert: wegen mangelnder Zeit, mangelndem Wissen oder mangelnder Ausbildung. Denn Sexualwissenschaft, Sexualtherapie oder Sexualberatung sind leider Stiefkinder in unserer Ärzte-Ausbildung. An keiner deutschen Universität sind dies ordentliche Hauptfächer, in denen man einen akademischen Abschluß erlangen kann. Dazu muß man ins Ausland gehen. - Eine Übersicht über das spärliche deutsche Angebot findet man an anderer Stelle unserer Webseiten ( Sexualwissenschaftliche Adressen).
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| Im folgenden stellen wir beispielhaft die vier Probleme vor, die wir von heterosexuellen Menschen am häufigsten zu hören oder zu lesen bekommen: |
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Der "vorzeitige Samenerguss" Die sogenannte Ejaculatio praecox (der vorzeitige Samenerguss) ist das Problem sehr vieler heterosexueller Männer. Es ist fast nie organischer Natur. Und leider helfen da weder Tipps noch Bücher noch Medikamente noch Ärzte (in der Regel jedenfalls nicht, denn die lernen das nicht in ihrer Ausbildung) noch Selbstkontrolle noch sonstige Tricks. Sie haben nämlich in Ihrer "Sexualisation" keine (ausreichende) Kontrolle ueber Ihren Ejakulations-Reflex "gelernt", d. h. lebensgeschichtlich erworben. Sie stürzen daher gleichsam blind kopfüber in den Orgasmus, ohne ausreichend auf Ihre eigenen Empfindungen und die Reaktionen Ihrer Partnerin zu achten - wie sehr viele andere Männer leider auch. Abhilfe schafft da nur eine "funktionale Sexualtherapie" nach Masters & Johnson, in die auch Ihre Partnerin einbezogen werden müsste. Es bestehen gute Heilungsaussichten (obwohl: eine "Krankheit" ist das nicht!) bei qualifizierter Therapie und strikter Compliance, d. h. Befolgung der therapeutischen Anweisungen. Die Therapie kann ca. 15 - 30 Sitzungen dauern. Wegen weiterer Einzelheiten empfehlen wir einen Anruf bei uns. Allerdings: wir haben eine Wartezeit von ca. 3 Monaten nach telefonischem Eintrag in eine Liste, und die Krankenkasse zahlt die Kosten von EURO 80/Sitzungsstunde nicht. - Leider gibt es in Deutschland nur sehr wenige qualifizierte Sexualtherapeuten, weil Sexualtherapie bei uns kein ordentliches Studienfach ist.
Wenn wir zu weit entfernt von Ihnen sein sollten, finden Sie vielleicht näher gelegene Adressen auf unserem Website:
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns am besten an (mehrmals versuchen).
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Potenzstörungen - "erektile Dysfunktion" Eigentlich müssten am Anfang einer sexualtherapeutischen Konsultation eine Reihe von konkreten, persönlichen Fragen gestellt und beantwortet werden. Dies ist aber auf einer Webseite oder auch im Rahmen eines mail- oder Briefwechsels unpraktisch bis unmöglich. Daher müssen wir uns hier zunächst mit einer allgemeinen Darstellung verschiedener Aspekte der Problematik begnügen. Oft könnte eine Stress- oder Angstsituation eine hinreichende Ursache sein. "Dagegen tun" können Sie dann am ehesten nichts - nämlich auf partnerbezogenen Sex solange verzichten, bis Sie selbst sich hinreichend stressfrei und lustvoll fühlen. Sie sollten sich auch überlegen, dass Sexualität nicht zwangsläufig mit Erektion (Gliedsteife) und Ejakulation (Samenerguss) verknüpft sein muss. Klienten mit Erektionsproblemen versuchen wir zunächst, einige allgemeine Grundlagen zu erklären. Manches könnte auf Ihre Situation zutreffen: Es kommt ja bei Männern - nicht nur bei unerfahrenen, unsicheren und "nervösen" - gelegentlich bis ziemlich oft zu mangelhafter oder auch ausbleibender Gliedsteife. Das ist häufig durchaus im Bereich des Normalen. Erst wenn das oft oder gar (fast) immer passiert, ist es ein Problem. Sicher haben Sie schon von der verschreibungspflichtigen (und in der Regel nicht von den Kassen bezahlten) "Potenzpille" VIAGRA gehört. In vielen Fällen kann deren Einnahme auch sinnvoll sein; das sollte aber grundsätzlich ein Androloge oder Urologe nach Untersuchung entscheiden. - Die Ursachen einer Erektionsschwäche können aber auch in eine andere, nicht-organische Richtung deuten, die dauerhaft nicht mit Pillen therapiert werden sollte. Wir müssen wissen, ob die Erektionsschwäche schon früher auftrat und vielleicht schon seit langem besteht. Wir müssen auch eine Sexualanamnese (genaue Geschichte Ihrer sexuellen Erfahrungen und Gefühle) machen, um präzise analysieren und raten zu können. - Wenn Sie bei der Masturbation (ohne andere Beteiligte bzw. Zuschauer) in der Regel keine Erektionsprobleme haben, können Sie zwei Dinge annehmen: erstens, Sie sind physiologisch (körperlich) "in Ordnung"; zweitens, Ihre Probleme rühren von seelischen Ursachen (z. B. Stress, Selbstunsicherheit, Hemmungen, Ängsten, Schuldgefühlen, Gelangweiltsein duch die Partnerin u. a.). Im folgenden geben wir einige allgemeine Tips für den Fall, dass Sie vielleicht Ängste haben oder sich selbst einem schädlichen Leistungsdruck aussetzen ("verdammt, ich muss das doch schaffen!"). Oder Sie erinnern sich an die Fehlschläge von den letzten Malen und wiederholen die dann unbewusst und zwanghaft: im Weg der "sich selbst erfüllenden Prophezeihung". Versuchen Sie dann, Ihren Sex locker zu sehen - als Spiel, ohne feste Zielrichtung, ohne Konzentration auf Orgasmus, am besten zunächst unter Verzicht auf Orgasmus. Nehmen Sie sich viel Zeit mit "Vorspiel": zärtliches Streicheln am ganzen Körper, nicht sofort an "Sex" (im Sinne von Glied/Scheide-Kontakt) denken, sondern das nur und erst versuchen, wenn die Erektion stark ausgebildet ist. Man kann nämlich Sexualität auch ohne "Beischlaf" geniessen! Wenn das alles keine Besserung bringt, dann müssen Sie einen spezialisierten Sexualtherapeuten persönlich konsultieren. Der kann Ihnen wahrscheinlich durch eine besondere Therapie helfen - durch eine sogenannte "funktionale Sexualtherapie" nach Masters & Johnson, verbunden evtl. mit einem "Sensibilitäts-Training". In bestimmten therapeutischen Schritten "entlernt" man das "falsche" (störende, behinderne) und "lernt" dafür das "richtige" Verhalten. Dazu braucht man (als Heterosexueller) eine Partnerin, mit der man zuhause bestimmte Übungen nach zuvor erteilten Anweisungen des Therapeuten macht. Die auftretenden Reaktionen werden in der anschliessenden Sitzung besprochen, und man schreitet Stufe um Stufe fort, bis man eine befriedigende Sexualität auch in der Partnerbeziehung "gelernt" hat. Dazu müssten Sie bei uns anrufen und einen Termin mit uns verabreden. Leider haben wir aber eine Wartezeit von ca. 3 Monaten nach telefonischem Eintrag auf die Warteliste, und leider rechnen wir auch nicht mit den Kassen ab. Die Dauer ist individuell sehr unterschiedlich, liegt aber erfahrungsgemäss bei ca. 15 - 30 Sitzungen im Wochenabstand, Regelmässigkeit und Compliance - genaue Beachtung der therapeutischen Instruktionen - vorausgesetzt.
Wenn Sie zu weit entfernt von Düsseldorf wohnen, um eine Therapie mit wöchentlichen Sitzungen bei uns zu machen, schauen Sie in unserer Webseite nach Leider gibt es aber in Deutschland nur sehr wenige qualifizierte Sexualtherapeuten, weil Sexualwissenschaft und -therapie an deutschen Universitäten keine ordentlichen Hauptfächer sind. Lange Wartezeiten und lange Anfahrtswege sind daher oft unvermeidlich.
Wenn Sie mehr wissen möchten, empfehlen wir einen Anruf bei uns. Sie müssen es aber vielleicht öfter versuchen, bis Sie durchkommen.
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Was tun bei Anorgasmie oder Orgasmusstörung?
Zunächst mal eine Begriffsklärung. Von "Anorgasmie" sprechen wir beim völligen Fehlen von Orgasmus, wenn also der sexuelle Höhepunkt noch nie (oder schon lange nicht mehr) erreicht wurde. Eine "Orgasmusstörung" liegt dagegen dann vor, wenn dies nur selten und unter grossen Schwierigkeiten möglich ist. Was genau vorliegt - ob nun tatsächlich noch nie ein Orgasmus erlebt wurde, also auch nicht bei der Selbstbefriedigung allein, oder "nur" noch nie in Gegenwart und mit einem anderen Menschen, oder ob dies nur selten gelingt, muss beim (kostenlosen und anonymen) Erstgespräch am Telefon geklärt werden. Wie auch immer: wahrscheinlich kann eine sogenannte "funktionale Sexualtherapie" (als Paartherapie) helfen - siehe diese "Sex-FAQs" an anderer Stelle. Per eMail geht das leider nicht - man muss mit dem Partner einmal wöchentlich im DGSS-Institut in Düsseldorf einen persönlichen Termin vereinbaren.
Falls wir zu weit entfernt sein sollten, finden sich vielleicht näher gelegene Sexualtherapie-Möglichkeiten auf unserer Webseite (-> Sexualforschung -> sexualwissenschaftliche Adressen).
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Was tun bei sexueller Lustlosigkeit (Libido-Schwäche)?
Menschen - Männer wie Frauen - haben nicht immer Lust auf Sex. Dies ist völlig normal: wir sind ja keine Sex-Maschinen. Hier ist aber nicht die Rede von der bei uns allen gelegentlich vorhandenen Unlust, die natürlich ist und mit der man in jeder Partnerschaft umzugehen lernt, sondern von einem deutlichen Auseinanderklaffen der sexuellen Bedürfnisse: der oder die eine will (fast) immer, die oder der andere (fast) nie. Das kann ein ernstes Problem ein. Dies kann mehrere Ursachen haben. Vielleicht ist ein allmähliches Nachlassen der sexuellen Anziehungskraft verantwortlich, vielleicht stört uns auch etwas am anderen. Vielleicht ist aber auch "von Natur aus" die sexuelle Bedürftigkeit unterschiedlich - auch unterschiedlich stark - ausgeprägt. Was auch immer die Ursachen sein mögen: oft kann eine funktionale Sexualtherapie bzw. ein "sexual attitude restructuring program" (SAR) bei einem erfahrenen Sexualtherapeuten helfen. Per eMail geht das leider nicht - man muss mit dem Partner einmal wöchentlich im DGSS-Institut in Düsseldorf einen persönlichen Termin vereinbaren.
Falls wir zu weit entfernt sein sollten, finden sich vielleicht näher gelegene Sexualtherapie-Möglichkeiten auf unserer Webseite (-> Sexualforschung -> sexualwissenschaftliche Adressen).
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Zum Schluss noch drei häufige allgemeine Fragen und Antworten:
FRAGE: Ich bin ziemlich schüchtern und möchte eigentlich nicht telefonieren - können wir das nicht per eMail klären? ANTWORT: "Ja" bei einfachen Informationswünschen, "nein" bei komplexer Problematik. Eine wirksame professionelle Beratung ist meist per eMail nicht möglich: der Berater oder Therapeut muss ja die Gesamtperson des Klienten einschliesslich Stimme, Mimik und Gestik mit allen Sinnen wahrnehmen und darauf sofort reagieren können. Das geht beim eMailen leider nicht; die Kommunikation ist sehr eingeschränkt. Viele eMails müssten hin und her gehen, um einen annähernden Eindruck von Person und Situation zu vermitteln - und so viel Zeit haben wir mit Rücksicht auf die vielen Ratsuchenden leider nicht. Und selbst Telefonate - obwohl die ja zumindest das akustische Wahrnehmen und direkte Reagieren erlauben - sind nur bedingt hilfreich. Man kann aber anrufen, um die Situation am Telefon genauer zu schildern - dann können wir besser darauf eingehen. FRAGE: Ich wohne zu weit weg von Düsseldorf - gibt es nicht auch anderswo gute Sexual- bzw. Schwulen-Beratungsstellen? ANTWORT: Wie bei Radio Eriwan: "Im Prinzip: ja". Eine gute Sexual- oder Schwulen-Beratungsstelle muss menschlich und fachlich qualifiziert, die Berater müssen psychologisch und sexologisch kompetent sein. Diese Voraussetzungen werden in Deutschland leider noch immer selten erfüllt. Es gibt nur sehr wenige qualifizierte Sexualtherapeuten und Sexual- bzw. Schwulenberater, weil Sexualwissenschaft und -therapie an deutschen Universitäten keine ordentlichen Hauptfächer sind. Lange Wartezeiten und lange Anfahrtswege sind daher oft unvermeidlich. Wer zu weit entfernt von Düsseldorf wohnt, um eine weitergehende Beratung oder Therapie mit wöchentlichen Sitzungen bei uns zu machen (obwohl: wir haben Klienten aus ganz Deutschland!), kann man bei uns anrufen und nach näher gelegenen Beratungs- bzw. Therapiemöglichkeiten fragen. Oder er kann in unserer Webseite nachschauen (-> Sexualforschung -> sexualwissenschaftliche Adressen: Berlin, Frankfurt, Hamburg, Kiel, Leipzig, Merseburg) bzw., als Schwuler oder als Lesbe, auch bei EUROGAY und queer.de (-> Links). Oder die nächstgelegene Pro Familia-Beratungsstelle (Telefonbuch oder unsere Linkseite) fragen, im Telefonbuch / Branchenverzeichnis (Psychologen, Psychotherapeuten) suchen oder die örtliche Ärztekammer fragen. FRAGE: Wie vereinbare ich einen persönlichen Termin? ANTWORT: Durch Anruf: Düsseldorf 35 45 91, grundsätzlich möglich zwischen 9 und 22 Uhr. Leider sind wir aber oft überlastet und es meldet sich nur unser Anrufbeantworter. Dann müssen wir den Anrufern Geduld zumuten, es nochmals und manchmal auch öfter zu versuchen. Am besten telefonisch zu erreichen sind wir zwischen 12 und 14 Uhr bzw. zwischen 18 und 22 Uhr.
Terminvereinbarungen, denen immer eine Problem-Abklärung vorausgehen muss, sind nicht per eMail, sondern nur am Telefon möglich.
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Beratung im DGSS-Institut:Telefon (0211) 35 45 91 und 36 07 77Email: sexualberatung@sexologie.orgfür Sexualität / Identität / Partnerschaft / Lebensstil |
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Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) (German Society for Social Scientific Sexuality Research) Gerresheimer Straße 20 • D-40211 Düsseldorf Telefon (0211) 35 45 91 und 36 07 77 sexualforschung@sexologie.org www.sexologie.org PRÄSIDIUM • GOVERNING BOARD: Prof. Dr. Ernest Borneman† • Prof. (US) Dr. Rolf Gindorf (Ehrenpräsidenten • Honorary Presidents) Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter (Präsident • President) • Prof. Dr. Karla Etschenberg (Vizepräsidentin • Vice President) Wolfgang Gindorf (Sekretär • Secretary) KURATORIUM • INTERNATIONAL ADVISORY BOARD: Prof. John De Cecco, PhD (San Francisco) • Prof. John Gagnon, PhD (New York) • Prof. William Granzig, PhD (Winter Park) Prof. Dr. Igor S. Kon (Moskau) • Prof. Dalin Liu (Schanghai) • Prof. John Money, PhD (Baltimore) Prof. Man Lun Ng, MD (Hongkong) • Prof. Martin S. Weinberg, PhD (Bloomington) INTERNATIONALE MITGLIEDSCHAFTEN • INTERNATIONAL AFFILIATIONS: European Federation of Sexology (EFS) • World Association for Sexual Health (WAS) DGSS-INSTITUT FÜR LEBENS- UND SEXUALBERATUNG • DGSS SEXUAL COUNSELING INSTITUTE: Leitung • Head: Prof. (US) Dr. Rolf Gindorf (Düsseldorf) Gründer • Founder 1971 + Webmaster: Rolf Gindorf |